Infos zur betrieblichen Fahhradförderung

Zeit fürs Rad!

Vor 200 Jahren hat Karl Drais in Mannheim die sogenannte Laufmaschine, den Vorreiter des heutigen Fahrrads, erfunden und damit den Grundstein für eine zukunftsweisende Mobilitätsform gelegt. Heute ist das Fahrrad beliebter denn je zuvor. Durch den Einsatz von Pedelecs und E-Bikes haben sich die Möglichkeiten für eine effiziente Fortbewegung auf zwei Rädern weiter erhöht. Die Auto-Nation Deutschland wird langsam auch zur Fahrrad-Nation. Als fahrradfreundlicher Betrieb liegen Sie somit voll im Trend und sind Bestandteil einer nachhaltigen und innovativen Unternehmenskultur. Sehen Sie Ihr Unternehmen noch nicht in dieser Rolle, wird es Zeit das Fahrrad in das betriebliche Mobilitätsmanagement einzubeziehen.

Betriebliche Fahrradförderung verhilft nicht nur Ihren Angestellten dazu, den Arbeitsweg günstig und gesundheitsfördernd auf dem Rad zurückzulegen, sondern hat auch betriebswirtschaftliche und imagewirksame Vorzüge für Sie:

§  Die regelmäßige Fahrt mit dem Fahrrad hält fit und baut Stress ab, wodurch das Wohlbefinden der Angestellten gefördert wird und Krankheitstage und Fehlzeiten um bis zu 50 Prozent abnehmen. Des Weiteren werden Produktivität und Leistungsfähigkeit gesteigert.

§  Im besten Fall benötigt Ihr Unternehmen irgendwann weniger PKW-Stellplätze und kann Flächen und Kosten für Infrastruktur einsparen.

§  Da die Fortbewegung mit dem Fahrrad emissionsfrei erfolgt, ist der Beitrag für den Klimaschutz bedeutend. Während die gesamten klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid-Emissionen in Deutschland rückläufig sind, hat sich im Bereich Verkehr fast keine Verringerung ergeben. Der Verkehr macht etwa ein Fünftel der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland aus, wovon der Straßenverkehr zu 95 Prozent verantwortlich ist.

 

Neben der Bereitstellung fahrradfreundlicher Infrastruktur – sichere Abstellanlagen sowie Umkleideräume und Duschen am Arbeitsplatz – bewirken Sie ein Umdenken der Angestellten vor allem durch Information und Anreize. Im Folgenden werden zwei Maßnahmen vorgestellt, die Sie als Unternehmen aufgreifen können:

Mit dem Rad zur Arbeit

Werben Sie über Newsletter, Intranet oder sonstigem Material für die bundesweite Mitmachaktion und bringen Sie Ihre Angestellten diesen Sommer auf das Rad! Als Belohnung winken attraktive Preise, welche die Initiatoren ADFC und AOK bereitstellen. Jeder Beschäftigte kann sich dafür anmelden und muss dann im Aktionszeitraum vom 1. Mai bis zum 31. August 2017 an mindestens 20 Tagen entweder von zu Hause zur Arbeit oder als Fernpendler zur Bahn- oder Bushaltestelle mit dem Fahrrad fahren.  Als Motivationsschub sind Teambildungen nach der Anmeldung möglich, wodurch es weitere Preise zu gewinnen gibt.

Weitere Informationen zur Aktion unter https://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/baden-wuerttemberg/index.php

Fahrradleasing

Beim Fahrradleasing können Angestellte über die Gehaltsumwandlung und steuerlicher Vorteile Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes günstiger erwerben als durch eine Eigenanschaffung. Dem Unternehmen entstehen dadurch keine Kosten, es kann sich aber an der Finanzierung beteiligen.

Im Jahr 2012 wurde die rechtliche Grundlage für Fahrradleasing in Deutschland geschaffen. Seitdem ist das Dienstfahrrad einem Dienstwagen steuerlich gleichgestellt. Die Leasingrate wird für den Zeitraum der Überlassung des Fahrrads direkt vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers abgezogen, wodurch die Steuer- und Sozialabgabenlast sinkt. Davon profitiert auch der Arbeitgeber, da er einen geringeren Anteil zur Sozialversicherung abgeben muss. Da das geleaste Rad auch privat genutzt werden darf, entsteht ein geldwerter Vorteil, der monatlich mit einem Prozent des Fahrrad-Listenpreises versteuert wird.

Hinter dem innovativen Konzept steckt ein minimaler Verwaltungsaufwand, der durch den Mehrwert einer gerechten Mobilität im Unternehmen weit überboten wird. Nach dem ersten Schritt der Information schließen Sie einen kostenlosen Rahmenvertrag mit einer Leasinggesellschaft Ihrer Wahl ab, die das Handling der Diensträder übernimmt. Im Anschluss können sich Ihre Angestellten bei einem der kooperierenden Händler vor Ort ein Zweirad aussuchen und darüber einen Überlassungsvertrag mit Ihnen abschließen. Pionier dieses Konzepts ist die LeaseRad GmbH aus Freiburg mit dem Produkt JobRad, mittlerweile gibt es viele weitere Leasinganbieter, darunter auch Fahrradfachgeschäfte selbst. Nach Ablauf des Leasingzeitraums von zwei bis drei Jahren kauft der Angestellte das bisher geleaste Fahrrad für eine geringe Restsumme ab und ist fortan Besitzer des Rades.

Weitere Informationen zum Konzept unter https://www.agfk-bw.de/projekte/dienstrad/

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Informationen über Betriebliche Fahrradförderung finden Sie auch in der Broschüre des Wirtschaftsministeriums Baden-Württembergs: https://www.fahrradland-bw.de/fileadmin/user_upload_fahrradlandbw/Downloads/Betriebliche_Radverkehrsfo__776_rderung_BW-1.pdf

Und wenn Sie wissen wollen, wie fahrradfreundlich Ihr Betrieb bereits ist, hilft der Abgleich mit der Kriterienliste des ADFC: https://www.fahrradland-bw.de/fileadmin/user_upload_fahrradlandbw/2_Aktiv_werden/b_Wer_kann_foerdern/ADFC_Kriterien_fahrradfreundlicher_Betrieb.pdf

Bei weiteren Fragen können Sie sich auch an die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Ravensburg wenden. Kontakt: Kerstin Dold, Email: kerstin.dold@landkreis-ravensburg.de, Telefon: 0751/85-1402

 

 

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